Das ISIS-Dateiformat ist eine spezialisierte Datenstruktur, die primär vom United States Geological Survey (USGS) für die Verarbeitung und Analyse von planetaren Bilddaten verwendet wird. Es bildet das Kernformat der Software-Suite „Integrated Software for Imagers and Spectrometers“ (ISIS), die von Planetenwissenschaftlern weltweit genutzt wird, um Daten von Weltraummissionen, wie sie beispielsweise von der NASA oder ESA durchgeführt werden, zu kalibrieren, zu kartieren und zu analysieren. Das Format ist darauf ausgelegt, mehrdimensionale Datenwürfel (Data Cubes) zu verarbeiten, die nicht nur die reinen Pixelwerte von Sensoren enthalten, sondern auch umfangreiche Metadaten zur Ausrichtung der Raumsonde, zur Kamerageometrie und zu planetaren Koordinaten. Dies ermöglicht es Forschern, komplexe photogrammetrische Aufgaben wie Orthorektifizierung und Mosaikbildung durchzuführen, wodurch sichergestellt wird, dass Bilder, die aus verschiedenen Winkeln oder zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen wurden, präzise auf ein Modell der Planetenoberfläche ausgerichtet werden können. Da das Format komplexe räumliche und spektrale Informationen speichert, ist es wesentlich robuster als Standard-Bildformate wie JPEG oder PNG, denen die für die wissenschaftliche Planetenforschung erforderlichen geodätischen Metadaten fehlen.