Ein Shapefile ist ein populäres Vektor-Datenformat für Geodaten, das in Geoinformationssystemen (GIS)-Software verwendet wird. Es wurde von Esri entwickelt und wird von Esri als weitgehend offene Spezifikation zur Gewährleistung der Dateninteroperabilität zwischen Esri- und anderen GIS-Softwareprodukten reguliert. Ein Shapefile beschreibt räumlich Geometrien als Punkte, Linien und Polygone, die jeweils ein 'Feature' (Merkmal) repräsentieren. Diese Features können alles darstellen, von einfachen Points of Interest (Interessenspunkten) bis hin zu komplexen geografischen Regionen. Das Shapefile-Format besteht tatsächlich aus mehreren Dateien, typischerweise einschließlich der .shp-Datei (der Hauptdatei, die die Geometrie enthält), der .shx-Datei (einer Indexdatei, die räumliche Abfragen beschleunigt), der .dbf-Datei (einer dBase-Datei, die die Attributdaten enthält, die jedem Feature zugeordnet sind), der .prj-Datei (einer Projektionsdatei, die das Koordinatensystem definiert) und weiteren wie .sbn und .sbx (räumliche Indexdateien), .fbn und .fbx (Attributindexdateien), .ain und .aih (Attributindexdateien), .atx (Attributindexdateien), .xml (Metadaten) und .cpg (Zeichenkodierung). Shapefiles sind aufgrund ihrer Einfachheit und breiten Unterstützung auf verschiedenen GIS-Plattformen weit verbreitet für die Speicherung und den Austausch von Geodaten. Sie weisen jedoch Einschränkungen auf, wie ein Größenlimit von 2 GB und das Fehlen einer Unterstützung für die Speicherung von Topologie.