Das Flexible Image Transport System (FITS) ist ein offener Standard für digitale Dateiformate, der hauptsächlich in der Astronomie und anderen wissenschaftlichen Bereichen zur Speicherung, Übertragung und Verarbeitung von Daten verwendet wird. Entwickelt in den späten 1970er Jahren, ist es speziell dafür konzipiert, mehrdimensionale Arrays, wie 2D-Bilder oder 3D-Datenwürfel, sowie strukturierte Daten wie Tabellen zu verarbeiten. Im Gegensatz zu Standard-Bildformaten wie JPEG oder PNG sind FITS-Dateien in der Lage, hochpräzise Gleitkommadaten und umfangreiche Metadaten in menschenlesbaren ASCII-Headern zu speichern. Diese Header liefern kritische Kontextinformationen, wie Teleskopkoordinaten, Belichtungszeiten und Instrumenteneinstellungen. FITS ist hochgradig erweiterbar und ermöglicht mehrere Daten-Erweiterungen innerhalb einer einzigen Datei, was es zum globalen Standard für den Austausch und die Archivierung astronomischer Daten durch Organisationen wie die NASA und die ESA macht. Sein Design gewährleistet eine langfristige Archivierungsstabilität, da das Format streng rückwärtskompatibel und plattformunabhängig ist, wodurch sichergestellt wird, dass Daten, die vor Jahrzehnten aufgezeichnet wurden, auch von moderner Software ohne Informationsverlust gelesen werden können.